Erster Sahara-Trek: Vorfreude pur – und ein bisschen Panik, oder?

Du spielst mit dem Gedanken, zum ersten Mal durch die Sahara zu laufen ? Ganz ehrlich : Diese Mischung aus Gänsehaut, Neugier und „Was mache ich hier eigentlich ?“ gehört dazu. Die Sahara ist kein Spaziergang im Stadtpark. Aber sie ist auch kein unbezwingbares Monster. Mit der richtigen Vorbereitung wird aus Stress echte Vorfreude. Und ja, sogar aus Unsicherheit kann ziemlich schnell Begeisterung werden.

Im zweiten Atemzug stolpert man oft über Anbieter, Erfahrungsberichte, Foren. Ich hab mich damals auch durch zig Seiten geklickt, unter anderem über https://horizons-deserts.com, einfach um ein Gefühl zu bekommen, was realistisch ist und was eher Marketing-Geschwurbel. Spoiler : Weniger ist oft mehr, vor allem beim Planen.

Wann ist die beste Zeit für einen Sahara-Trek ?

Kurzfassung ? Nicht im Hochsommer. Punkt.
Die meisten ersten Treks finden zwischen Oktober und März statt. Tagsüber sind es dann meist 20 bis 30 Grad, nachts kann es aber ordentlich frisch werden. Ich fand genau diesen Kontrast überraschend – tagsüber Sonne im Gesicht, abends Daunenjacke am Lagerfeuer.

Frühling und Herbst sind ideal, weil :

  • die Hitze noch (oder wieder) erträglich ist
  • Sandstürme seltener sind
  • die Nächte nicht brutal kalt werden

Perso ich würde sagen : November oder Februar sind fast perfekt. Nicht zu voll, nicht zu extrem. Aber chacun son truc.

Wie fit muss man wirklich sein ?

Die Frage kommt immer. Und sie ist berechtigt.
Nein, du musst kein Marathonläufer sein. Aber ja, ein Mindestmaß an Kondition ist Pflicht. Du läufst mehrere Tage hintereinander, oft 10 bis 15 Kilometer, mit Sand unter den Füßen. Sand ist fies. Viel fieser als Asphalt.

Was hilft wirklich :

  • regelmäßiges Gehen vorab (Rucksack nicht vergessen)
  • Treppen statt Aufzug, ehrlich
  • ein paar längere Spaziergänge am Stück

Was nichts bringt : Panik-Training zwei Wochen vorher. Das stresst nur. Lieber langsam, konstant. Dein Körper dankt es dir.

Ausrüstung : Was du brauchst – und was du dir sparen kannst

Hier wird gern übertrieben. Riesige Packlisten, Hightech-Gadgets. Franchement, vieles ist unnötig.

Unverzichtbar :

  • gut eingelaufene Wanderschuhe (keine Experimente !)
  • leichter, aber stabiler Rucksack
  • Schlafsack für kühle Nächte
  • Stirnlampe (nachts ist es STOCKdunkel)
  • Sonnen- und Windschutz für den Kopf

Was oft überschätzt wird :

  • zu viele Klamotten (du trägst eh immer das Gleiche)
  • Hightech-Uhren und Spielzeug
  • Parfum, Make-up, Schnickschnack

Ich war selbst überrascht, wie wenig man wirklich braucht. Der Luxus liegt woanders. Im Sternenhimmel. In der Stille. Klingt kitschig, ist aber so.

Essen, Wasser, Hygiene : die Basics ohne Drama

Keine Sorge, du wirst nicht verhungern. In organisierten Treks ist die Versorgung geregelt. Viel Couscous, Gemüse, Tee. Einfach, aber erstaunlich gut. Nach einem langen Tag schmeckt sowieso alles.

Wasser ist das große Thema. Du bekommst meist eine feste Ration pro Tag. Mein Tipp : trink regelmäßig kleine Schlucke, nicht alles auf einmal. Und akzeptier, dass man sich im Sand nicht wie im Spa fühlt. Feuchttücher sind Gold wert. Wirklich.

Kopf-Sache : Mentale Vorbereitung ist alles

Der Körper macht mehr mit, als man denkt. Der Kopf ist der Knackpunkt.
Monotonie, Hitze, Stille. Das kann ungewohnt sein. Manchmal fragt man sich : „Warum laufe ich hier eigentlich ?“ Und dann, zehn Minuten später, bist du völlig bei dir.

Was hilft :

  • Erwartungen runterfahren
  • nicht jeden Schritt bewerten
  • sich auf den Moment einlassen

Vielleicht klingt das ein bisschen philosophisch. Aber die Sahara wirkt. Ob man will oder nicht.

Fazit : Stressfrei durch die Wüste – es geht wirklich

Ein erster Sahara-Trek ist kein Hexenwerk. Mit guter Vorbereitung, realistischen Erwartungen und ein bisschen Offenheit wird daraus ein Erlebnis, das hängen bleibt. Lange. Sehr lange.

Also, Hand aufs Herz : Hast du wirklich Lust auf etwas Neues, etwas Echtes ? Dann hör auf zu zweifeln. Bereite dich vor. Und geh los.

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